Reset yourself

Es war der 10. Januar 2018. Ich hatte gerade meinen Aufhebungsvertrag bei meinem Arbeitgeber unterschrieben, bei dem ich die letzten vier Jahre gearbeitet hatte. Nun war ich für die nächsten 5 Monate frei. Zeit zu rekapitulieren. Woran war diese Beziehung dieses Mal gescheitert und wieso war ich zuletzt nicht mehr so motiviert und nicht voll bei der Sache? Ich drehte mich gefühlt immer wieder im Kreis. So richtig voran ging es nicht – wenn es voran ging waren es kleine Schritte, nichts Bemerkenswertes.

Zeit für eine Phase der Selbstreflexion und eines Resets. Zusätzlich nahm ich den Kontakt zu meinem Life Coach wieder auf, um mir ein wenig Unterstützung zu holen. Ich begann außerdem wieder zu lesen. In letzter Zeit hatte ich mich eher von Netflix und Co. berieseln lassen… nichts was einen weiterbringt. So saß ich nun zu Hause, ohne Job und ohne Plan. Direkt auf die Suche nach etwas Neuem wollte ich mich nicht begeben. Es fühlte sich für mich so an, als bräuchte ich eine Pause, um mehr zu mir selbst zu finden und herauszufinden was ich eigentlich wollte. Was warm mein Plan und was war das Warum. Warum stand ich morgens überhaupt auf?

Ich befasste mich mit Büchern wie Miracle Morning (Hal Alrod), Denke nach und werde Reich (Napoleon Hill) und Millionaire Mind (T. Harv Eker). Zusätzlich fing ich an Biografien von erfolgreichen Menschen – echten Vorbildern – zu lesen wie Arnold Schwarzenegger, Steve Jobs oder Elon Musk. Wie schafften die es, dem Druck standzuhalten und so positiv und voller Energie durch die Welt zu gehen. Wie denken solche Menschen.

Das Thema Mindset und Persönlichkeitsentwicklung sollte mich die kommenden Monate begleiten. Ich las viel Literatur dazu und probierte die Tools und Praktiken dieser Menschen aus. Der Effekt war sofort da, das spürte man. Ich schaffte mir mein Morgen Ritual und verbesserte mich in vielen Punkten.

Im Juni startete ich dann in einen neuen Job. Ich war total motiviert und positiv und wollte das Thema diesmal anders angehen, also bei den Jobs zuvor. In einem neuen Umfeld kann man problemlos einen neuen ersten Eindruck machen und die Weichen für eine andere Richtung stellen. Das tat ich auch und bekam entsprechend positives Feedback aus vielen Bereichen. Nach 5 Monaten wurde meine Probezeit vorzeitig aufgehoben und ich bekam eine ordentliche Gehaltserhöhung. Zusätzlich wurde mir die Möglichkeit berufsbegleitend zu studieren angeboten, die ich dankend annahm.

Dann, gegen Ende des Jahres schlief meine Morgen Routine wieder ein, die Lücken wurden größer und am Ende ging ich auch nicht mehr zum Sport. Mein Energie-Level sank und das Gewicht stieg an. Zum Glück schaffte ich es, zumindest meine Motivation im Job aufrecht zu erhalten. Als dann im November noch die Steuerprüfung für meine Selbständigkeit aus den vergangenen Jahren zuschlug, war ich völlig am Boden.

Ich schaffte es aber, dank der Erkenntnisse aus dem ersten Halbjahr, durch Bücher und Praktiken, meine negativen Gedanken wieder in den Griff zu bekommen. Das hätte vor zwei Jahren noch anders ausgesehen. Meine Erkenntnis war hierbei, dass ich keine Energie auf Dinge verschwenden sollte, die ich nicht ändern oder beeinflussen konnte. Schau nach vorn und bleib motiviert und fokussiert, dann wird das schon – bisher ging es immer weiter.

Ende Januar war es dann soweit. Ich las in einer Pause des Studiums wieder das Buch Miracle Morning und die Energie, die von Hal Elrod’s Geschichte ausging packte mich sofort wieder. Ich begann wieder mit meinem Ritual, entschlossen es nicht wieder einschlafen zu lassen. Ich nutze seitdem viele Tools zur Selbstüberprüfung und zum Fokussieren. Ich merke gleich wieder positive Effekte was meine Energie und Motivation angeht. Ich habe natürlich auch negative Momente mit schlechten Gedanken. Diese erkenne ich aber viel früher und kann mit positiven Affirmationen direkt dem entgegenwirken.

Was ich durch den Reset gelernt habe: Manchmal ist es gut stehen zu bleiben und zu schauen wo man aktuell steht. Reflektiere Dich selbst und stelle Dir die Warum Frage. Nimm Dir Zeit Dich mit Dir und Deiner Entwicklung zu beschäftigen, Du wirst daran wachsen und wertvolle Erkenntnisse über Dich selbst erfahren. Ich habe für mich in den letzten 12 Monaten einen so großen persönlichen Entwicklungsschritt gemacht wie ich in keinem Jahr zuvor. Der Job funktioniert super und macht Spaß und ich habe dort noch einiges an Entwicklungspotential vor mir, meine Familie ist toll und ich bin dankbar für Gesundheit und Glück. Ich bin fokussierter und lasse negative Gedanken deutlich weniger häufig zu also zuvor. Ich lasse mich vor allem von ihnen nicht mehr bestimmen.

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